Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

Fernwärmeerschließung in der Karl-Marx-Straße und
August-Bebel-Straße

StWB arbeitet ständig daran, Einsparpotenziale für den Energieverbrauch, Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Energien und schließlich Potenziale für die Minderung klimaschädlicher Emissionen zu ermitteln und zu erschließen.

Mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes trägt StWB wesentlich dazu bei, das mit dem integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt Brandenburg an der Havel verfolgte Gesamtziel der Stadt zu erreichen und eine Verbrauchs- und Emissionsminderung zu bewirken.

Das Land Brandenburg und die Europäische Union gewähren nach Maßgabe der Richtlinie RENplus2014-2020 Zuwendungen für Vorhaben, die entsprechend den Zielvorgaben der Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum - Europa 2020 und der Energiestrategie des Landes Brandenburg zur Senkung der energiebedingten CO2-Emissionen beitragen.

Für die Fernwärmeerschließung in der Karl-Marx-Straße & August-Bebel-Straße hat StWB einen Antrag auf Gewährung einer Zuwendung durch das Land Brandenburg und der Europäischen Union bei der ILB gestellt.

Das neu zu errichtende Fernwärmenetz für das Gebiet Brandenburg Karl-Marx-Straße & August-Bebel-Straße ersetzt die vorhandenen Gasfeuerstätten für Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung in der Wohnbebauung durch den Energieträger Fernwärme.
   
FW
Das neue Fernwärmenetz soll aus dem bestehenden Fernwärmeversorgungsnetz der Umformstation U-Nord gespeist werden, das wiederum aus dem BHKW in der U-Nord gespeist wird.

Das Fernwärmenetz soll mit folgenden Netzparametern betrieben werden:
  • FW-Netztemperaturen110/70 °C – gleitend (entspr. Außentemperatur)
  • Nenndruckstufen 16 bar
Für die Warmwasserbereitung wird in den Sommermonaten eine Sockeltemperatur von 65 °C realisiert.

Als Baukomponenten kommen zur weiteren Verminderung der Wärmeverluste Kunststoffverbundmantelrohre der Serie 3 zum Einsatz.

Mit der Realisierung des Bauvorhabens soll im 3. Quartal 2017 begonnen werden, die Inbetriebnahme der angeschlossenen Objekte erfolgt schrittweise. Die Fertigstellung der Trassen und der Einbau der Hausanschlussstationen sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein.