Geschichte

Seit Anfang des letzten Jahrhunderts gibt es in Brandenburg an der Havel eine Stromversorgung.

Am 25. Januar 1900 hat die Stadtverordnetenversammlung einstimmig eine entsprechende Vorlage des Magistrates angenommen. Daraufhin wurde das erste Kraftwerk der Havelstadt am Kanal an der Bauhofstraße errichtet.

Das Kraftwerk nahm am 26. Oktober 1901 seinen Betrieb auf und versorgte 34 Kunden bei einem Anschlusswert von 65 Kilowatt.


Das Verwaltungsgebäude
 der Elektricitätswerke
Brandenburg (Havel) AG
im Jahre 1922

Die Fernwärmeversorgung in der Stadt Brandenburg an der Havel begann im Oktober 1964 mit der Inbetriebnahme des Heizwerkes Nord. Vier Lokomotivkessel, die zu Heißwassererzeugern umgebaut wurden, beheizen zunächst eine Schule und Wohnungen in unmittelbarer Nähe des Heizwerkes. Als Brennstoff wurden Braunkohlebriketts eingesetzt.
In den Jahren 1972 bis 1984 wurden insgesamt fünf weitere Heizwerke errichtet, die alte Heizkraftwerke ersetzten beziehungsweise zur Ablösung des eingesetzten Energieträgers dienen sollten (Energieträgerumstellung von Öl auf Rohbraunkohle im Zuge der Ölkrise).
Die Fernwärmeversorgung der Havelstadt war am Anfang der 90er Jahre durch zwei gegenläufige Tendenzen gekennzeichnet: Einem gut ausgebauten und technisch sicheren Versorgungsnetz standen veraltete und unwirtschaftliche Erzeugeranlagen gegenüber. Die Heizwerke I und II wurden mit schwerem Heizöl betrieben, und im Heizwerk III wurde Rohbraunkohle als Brennstoff eingesetzt.
Alle drei Anlagen entsprachen weder dem Stand der Technik noch den heutigen Umweltstandards. Die gesetzlichen Auflagen nach Bundesimmissionsschutzgesetz verlangten eine deutliche Senkung des Schadstoffausstoßes.
Eine Umrüstung der vorhandenen Kesselanlagen auf andere Brennstoffe musste aber aufgrund des technischen Zustands und des damit verbundenen unsicheren Betriebes verworfen werden.
Auch die zu erwartenden hohen Investitionskosten sprachen gegen diese Umstellung. Um den Anspruch einer ökologisch und ökonomisch modernen Energieerzeugung gerecht zu werden, war die einzig vertretbare Alternative die Errichtung einer neuen Anlage.
18. Dezember 1996 Inbetriebnahme des Heizkraftwerkes unter besonderen Bedingungen (1. Baustufe)
25. August 1997 Inbetriebnahme der Gasturbinenanlage und erste Netzsynchronisierung (2. Baustufe)
September 1997 Gesamtfertigstellung