Grundbegriffe

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis setzt sich aus dem Grundpreis in Euro pro Monat und dem Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde zusammen.

Was ist der Grundpreis?

Die Versorgung eines jeden Kunden verursacht Fixkosten, unabhängig von seinem Verbrauch. Dazu zählen insbesondere die Messung, Abrechnung und Verwaltung. Diese Kosten sind über den Grundpreis abzudecken.

Was ist der Arbeitspreis?

Der Arbeitspreis ist das Entgelt je verbrauchter Einheit an elektrischer Energie in Cent pro kWh und beinhaltet sämtliche mit dem Verbrauch zusammenhängende Kosten wie Beschaffung, Netzentgelte, Konzessionsabgaben, staatliche Steuern und Abgaben usw.

Was ist eine Kilowattstunde (kWh)? Was ist elektrische Arbeit?

Die Kilowattstunde (kurz: kWh) ist die Einheit für Energie. Je länger ein elektrisches Gerät konstant läuft, desto mehr Arbeit oder kWh verbraucht es. Beispiel: Ein 1000-Watt-Staubsauger verbraucht in einer Stunde 1000 Watt-Stunden Strom. Das entspricht einer Kilowattstunde.

Was ist eine Konzessionsabgabe?

Da über bzw. unter öffentlichen Straßen und Wegen oftmals Strom- und Gasnetze verlegt werden, fällt dafür bei den zuständigen Städten und Gemeinden eine Nutzungsgebühr an – die Konzessionsabgabe. Diese ist im Endpreis bereits enthalten.

Was sind Netznutzungsentgelte?

Der Strom wird über ein vorhandenes Stromnetz bis zu Ihnen nach Hause geliefert. Der jeweilige Netzbetreiber erhält dafür ein Netznutzungsentgelt, welches in Ihrem Endpreis enthalten ist. Die Grundlage hierfür bildet die Netzentgeltverordnung (NEV).

Was ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)?

Das EEG soll den Ausbau von Energieversorgungsanlagen fördern, die aus erneuerbaren Energiequellen gespeist werden, um somit den Klimaschutz zu unterstützen. Grundgedanke ist, dass den Betreibern der zu fördernden Anlagen Vergütungssätze für diese Art der Einspeisung gewährt werden.

Was ist das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK)?

Dieses Gesetz fördert die Erhaltung, Modernisierung und den Ausbau von KWK-Anlagen in Deutschland.

Was ist die Stromsteuer?

Die Stromsteuer ist eine (Mengen-)Steuer und wir d mit 2,05 ct/kWh auf den Stromverbrauch berechnet. Die Grundlage hierzu bildet das Stromsteuergesetz (StromStG).

Was ist die §19 StromNEV-Umlage?

Im Rahmen des Maßnahmepaketes zur Energiewende hat die Bundesregierung beschlossen, dass Unternehmen mit einem jährlichen Strombezug von mindestens 7.000 Benutzungsstunden und einem jährlichen Stromverbrauch an einer Abnahmestelle von mehr als 10 GWh keine Netzentgelte zahlen müssen.

Der betroffene Anschlussnetzbetreiber hat dadurch geringere Entgelteinnahmen. Diese Mindereinnahmen werden in einem bundesweiten Mechanismus ausgeglichen. Das heißt, die Bundesnetzagentur hat beschlossen, dass ab dem 01.01.2012 eine Umlage (§19 StromNEV Umlage) analog zum KWK-Aufschlag eingeführt wird.

Für das Kalenderjahr 2012 betragen diese 0,151 Cent/kWh bei einem Jahresverbrauch bis 100.000 kWh und 0,05 Cent/kWh für den über 100.000 kWh hinausgehenden Anteil des Jahresverbrauches. Die Umlage wird ab diesem Zeitpunkt Bestandteil des Stromarbeitspreises.

Was ist die Offshore-Haftungsumlage?

Die Umlage sichert Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz ab. Die daraus entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt.

Was ist die Umlage für abschaltbare Lasten?

Die Verordnung für die Umlage für abschaltbare Lasten regelt, dass sich große Stromabnehmer (in der Regel Industriebetriebe) verpflichten können, zeitweise vom Stromnetz genommen zu werden, wenn dies aus wichtigen Gründen der Versorgungssicherheit notwendig werden sollte. Diese Stromabnehmer erhalten für das Vorhalten der abschaltbaren Lasten ein Entgelt. Dieses Entgelt wird als Umlage für Abschaltbare
Lasten auf alle Kunden bundesweit umgelegt.