Fragen zu SEPA

Was bedeutet SEPA?

SEPA ist die Abkürzung für "Single Euro Payment Area", den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Innerhalb der SEPA werden europaweit standardisierte Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen angeboten. Dadurch können Unternehmen und Verbraucher bargeldlose Zahlungen auch über die Ländergrenzen hinweg tätigen.

Welche Länder nehmen an SEPA teil?

Insgesamt 33 europäische Länder beteiligen sich an der SEPA-Umstellung. Neben den 28 EU-Staaten nehmen auch die drei Länder des übrigen europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie die Schweiz und Monaco an SEPA teil.

Liste der an SEPA teilnehmenden Länder (PDF). 
 
 

Ab wann muss ich auf SEPA umsteigen?

Gemäßder SEPA-Verordnung ist der 1. Februar 2014 als verbindlicher Auslauftermin für die nationalen Zahlverfahren für Überweisungen und Lastschriften in den Euroländern festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt werden die nationalen Überweisungs-und Lastschriftverfahren durch die SEPA-Zahlverfahren ersetzt.

Zwei Übergangsbestimmungen wird es bis 1. Februar 2016 geben:

Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen weiterhin ihre Kontonummer und Bankleitzahl verwenden, und im deutschen Einzelhandel darf das elektronische Lastschriftverfahren weiter genutzt werden.

Wen betrifft SEPA?

Jeden. Alle Privatpersonen oder Unternehmen sind von der Umstellung auf SEPA betroffen.

Was ist das SEPA-Lastschriftmandat?

Durch das SEPA-Lastschriftmandat wird StWB ermächtigt, fällige Rechnungsbeträge vom Konto des Zahlers einzuziehen. Gleichzeitig wird auch das Kreditinstitut des Zahlers mit der Einlösung der Lastschrift beauftragt.

Gilt die bereits erteilte Einzugsermächtigung auch für die SEPA-Basis-Lastschrift?

Ja, durch die sogenannte Kontinuitätsregel, wonach bestehende gültige Einzugsermächtigungen in SEPA-Lastschriftmandate umgewandelt werden können.

Wie lange gilt das SEPA-Lastschriftmandat?

Generell gilt das SEPA-Lastschriftmandat unbefristet bis zum Widerruf. Sollten aber binnen 36 Monaten seit letztem Einzug keine Folgelastschriften von StWB eingereicht werden, verfällt dieses Lastschriftmandat. Sollen nach Ablauf dieser Frist erneut SEPA-Lastschriften eingezogen werden, muss StWB ein neues SEPA-Mandat vom Zahler einholen.

Muss ich bei Änderung der Mandatsdaten ein neues Mandat mit Unterschrift abgeben?

Grundsätzlich gilt, dass alle Mandatsangaben geändert werden können. Allerdings wird ein neues Mandat erforderlich, wenn sich die Identität des Zahlungsempfängers ändert. Eine Mandatsänderung bedarf der Schrift- bzw.Textform, d.h. ein Papier-Mandat kann nachträglich nicht auf rein elektronischem Wege geändert werden. Denn sonst kann der Zahlungsempfänger den Nachweis für ein gültiges Mandat nur schwer erbringen.

Was ist der Unterschied zwischen einer SEPA-Basislastschrift und einer SEPA-Firmenlastschrift?

Das SEPA-Basislastschriftverfahren steht sowohl Verbrauchern als auch Unternehmen offen und enthält vom deutschen Einzugsermächtigungslastschriftverfahren zahlreiche bekannte Elemente.

Die SEPA-Firmenlastschrift ist ausschließlich für den Verkehr mit Unternehmen (Nicht-Verbrauchern) vorgesehen und dem heutigen Abbuchungsauftragsverfahren ähnlich.

Was bedeutet IBAN?

Die IBAN löst künftig in Deutschland Kontonummer und Bankleitzahl ab, d. h. sie ist eine internationale Bankkontonummer. Die IBAN ist in Deutschland 22 Stellen lang und prinzipiell immer gleich aufgebaut: Sie besteht aus einem internationalen Teil mit Länderkennzeichen und Prüfziffer, sowie einem nationalen Teil, der in Deutschland die Bankleitzahl und die Kontonummer enthält.

Was bedeutet BIC?

Der BIC ist ein international standardisierter Bank-Code (vergleichbar mit der Bankleitzahl in Deutschland), hierüber können Zahlungsdienstleister weltweit eindeutig identifiziert werden. Bei Überweisungen und Lastschriften im Inland muss voraussichtlich bis Februar 2014 noch der BIC angegeben werden. Bei Überweisungen und Lastschriften außerhalb von Deutschland ist die Angabe des BICs bis Februar 2016 vorgesehen. Der BIC wird auch SWIFT-Code (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) genannt.

Muss ich StWB meine IBAN und BIC mitteilen?

Die bei StWB gespeicherte(n) Bankverbindung(en) (Kontonummer/ Bankleitzahl) werden mit einem von der Bundesbank zur Verfügung gestelltem Umrechnungsprogramm in IBAN und BIC umgewandelt. Ab dem 1. Februar 2014 müssen auf Lieferaufträgen und –verträgen sowie Überweisungsträgern die Kontodaten mit IBAN und BIC angeben werden.

Was bedeutet dies für Überweisungen von StWB?

Zum Ende des Jahres 2013 wird StWB damit beginnen, Guthaben aus Rechnungen o.ä. unter Verwendung von IBAN und BIC zu überweisen.

Was bedeutet dies für Überweisungen an StWB?

Zum Ende des Jahres 2013 sind Überweisungen grundsätzlich nur noch mit IBAN und BIC möglich. Die IBAN und BIC finden Sie bereits jetzt schon in der Fußzeile der StWB-Briefbögen.

Wo finde ich meine IBAN und BIC?

Sie finden Ihre IBAN und BIC auf Ihrem Kontoauszug. Meistens sind diese Angaben inzwischen auch auf den Bankkarten der meisten Kreditinstitute zu finden.

Was passiert, wenn ich mich bei der IBAN verschreibe?

Die IBAN wird durch eine zweistellige individuelle Prüfziffer abgesichert. Damit können Zahlendreher bei der IBAN erkannt werden.

Was ist unter „Pre-Notification“ („Vorabinformation“)zu verstehen?

Die Vorab-Information kündigt eine Lastschrift an, die dem Zahler spätestens 14 Kalendertage vor dem Fälligkeitstag einer SEPA-Lastschrift zugesendet wird. Diese enthält den Lastschriftbetrag und den Fälligkeitstag. Die Frist kann durch Vereinbarung zwischen Zahlungsempfänger und Zahler in jede andere Frist, mindestens jedoch in „Zugang einen Tag vor Fälligkeit“ verändert werden. Die Vorabinformation kann gesondert oder als Teil anderer Schriftstücke wie Bescheiden, Rechnungen etc. versandt werden und für mehrere Lastschrifteinzüge im Voraus (Fälligkeitsübersicht) erfolgen.

Was ist die Gläubiger-Identifikationsnummer?

Die Gläubiger-ID ist ein verpflichtendes Merkmal zur kontounabhängigen und eindeutigen Kennzeichnung des Lastschriftgläubigers, die EU-weit gültig ist und den Zahlungsempfänger als Lastschrift-Einreicher zusätzlich identifiziert. Die Gläubiger-ID für Deutschland ist 18 Stellen lang und der Aufbau SEPA-weit einheitlich. Sie setzt sich aus dem jeweiligen ISO-Ländercode (DE für Deutschland), einer zweistelligen Prüfziffer, der Geschäftsbereichskennung (Creditor Business Code) und einem nationalen Identifikationsmerkmal zusammen.

Gibt es eine Sonderregelung für Vereine?

Nein.